Wenn der Seele
die Worte fehlen,
schickt sie Tränen.

Die Urnenbestattung

Vielfältig IndividuellBesonders

Die Möglichkeiten einer Urnenbestattung sind weitaus umfangreicher als die Beerdigung in einem Sarg. Gerade bei dieser Form der Beisetzung zeigt sich ein Trend zur Individualität.

Wir vom Duisburger Bestattungsinstitut Franz Schlüter beraten Sie gern ausführlich zu den Vor- und Nachteilen der einzelnen Urnengrabstätten und zu den Bedingungen, die von Stadt zu Stadt und von Friedhof zu Friedhof variieren.

Die gängigsten Urnengrabstätten im Überblick

  • Urnenwahlgrab
  • Urnenreihengrab
  • Pflegefreies Urnengrab (Urnenrasengrabstätte)
  • Kolumbarium oder Urnenwand
  • Urnenstele
  • Naturbestattungen (Seebestattung und Wald- oder Baumbestattung)
  • Anonyme Bestattung

Die Urne

Voraussetzung für jede Urnenbestattung ist die Einäscherung oder Kremierung (nähere Informationen dazu finden Sie unter dem Menüpunkt Feuerbestattung).

Nach der Verbrennung wird die Asche des Verstorbenen in eine zweckmäßige Aschekapsel gefüllt.

Für die Trauerfeier und die Beisetzung wird dann eine Schmuckurne oder Überurne ausgewählt werden, die ganz individuell gestaltet sein kann. Unzählige Formen und Materialien bieten eine große Auswahlmöglichkeit. Urnen aus Keramik, Marmor, Sandstein, Holz, Leder sind einige Beispiele.

Einige Bestattungsarten verlangen nach speziellen Materialien, so muss zum Beispiel die Urne für die Seebestattung aus wasserlöslichem Material wie Salz oder Pappmaschee sein.

Urnenwahlgrab, Urnenreihengrab und Urnenrasengrabstätten

Grundsätzlich kann eine Urne in der gleichen Art und Weise beigesetzt werden wie ein Sarg. Hier stehen zur Auswahl: Urnenwahlgrab, Urnenreihengrab und Urnenrasengrabstätten.

Ein Urnenwahlgrab ist individuell und wird in seiner Lage auf dem Friedhof von den Angehörigen ausgewählt. Hier können mehrere Beisetzungen in einer Grabstelle erfolgen. Im Gegensatz dazu steht das Reihengrab, in welchem nur ein Verstorbener beerdigt werden darf und das nicht frei wählbar ist. Das Urnenrasengrab ist eine pflegefreie Art der Grabstätte, jedoch mit der Möglichkeit des persönlichen Gedenkens durch einen Grabstein.

Weitere Informationen zum Unterschied dieser drei Grabarten finden Sie unter ERDBESTATTUNGEN.

Kolumbarium und Urnenstele

In vielen südlichen Ländern ist die Beisetzung im Kolumbarium (auch Urnenwand genannt) weitaus üblicher als bei uns. Dennoch gewinnt diese Bestattungsform auch bei uns immer mehr an Bedeutung, denn diese Form ist platzsparender und oft kostengünstiger als das unterirdische Urnengrab.

Immer mehr Friedhöfe in Deutschland legen Urnenwände entweder im Freien oder in geschlossenen Räumen an.

Bei dieser Art der Bestattung wird die Urne in einer Wandnische beigesetzt, die mit einer Gedenktafel verschlossen wird. In manchen Kolumbarien gibt es die Möglichkeit, mehrere Urnen in einer Kammer zu bestatten, so dass die Anlage eines Familiengrabes möglich ist.

Eine Variante des Wandgrabes ist die Urnenstele – eine Begräbnisstätte in Säulenform, in der weitaus weniger Urnen Platz finden als in einem Kolumbarium. Einige Friedhöfe arbeiten mit Urnenstelen zum Beispiel wenn der Platz für ein Kolumbarium nicht vorhanden ist.

Naturbestattung der Urne

Eine weitere Möglichkeit der Urnenbeisetzung ist die Bestattung in der Natur. Hierzu zählen vor allen Dingen die SEEBESTATTUNG oder die WALDBESTATTUNG.

Die anonyme Bestattung

Die anonyme Bestattung wird oft schon zu Lebzeiten festgelegt. Für viele der Hauptgrund: Sie möchten ihre Angehörigen nicht mit der Grabpflege belasten, deshalb wird die Beisetzung in einem anonymen Urnenfeld ausgewählt.

Sollte die Sorge um die spätere Pflege des Grabes die Motivation für diesen Schritt sein, raten wir als Trauerexperten von der anonymen Bestattung ab. Mittlerweile gibt es viele Alternativen, einen Verstorbenen würdevoll und seiner Persönlichkeit entsprechend beizusetzen, ohne ein pflegeintensives Grab zu nutzen. Hier kommen zum Beispiel die Urnenrasengrabstätte, das Kolumbarium oder die Baumbestattung in Frage. Wir zeigen Ihnen gern sämtliche Alternativen auf.

Unsere langjährige Erfahrung zeigt immer wieder: Viele Hinterbliebene kommen mit der völligen Anonymität der Bestattung nicht zurecht. Oft gelingt die Trauerbewältigung nicht, da ein Ort des Abschiednehmens fehlt.

Darf ich die Urne mit nach Hause nehmen?

Manche wünschen sich, die Urne mit der Asche des Verstorbenen in den eigenen vier Wänden aufzubewahren – ganz nah dem eigenen Leben. Dies ist jedoch nach dem deutschen Gesetz nicht erlaubt. Auch, wenn die Einäscherung im Ausland, z.B. in den Niederlanden, stattfindet, unterliegt die Asche, sobald sie wieder auf deutschem Boden ist, der Bestattungspflicht.

Vorteile der Urnenbestattung

  • Urnengrabstätten sind oft günstiger als Sarggrabstätten
  • Große Auswahl an Begräbnisarten
  • Naturbestattungen sind möglich